Die Aufgaben von Nichtregierungsorganisationen
Der Begriff Nichtregierungsorganisation (englisch “Non-Governmental Organization”) und dessen Abkürzung NGO stammen aus dem Wortschatz der Vereinten Nationen. Als NGO werden dort Organisationen bezeichnet, die weder Teil der Regierung eines Landes sind, noch privatwirtschaftliche Unternehmen. Der Begriff wurde 1945 bei der Schaffung der Vereinten Nationen zum ersten Mal erwähnt und diente der Unterscheidung von privaten Organisationen und internationalen Regierungsorganisationen
Was ist eine Nichtregierungsorganisation?
Es ist schwer, den Begriff Nichtregierungsorganisation klar zu umschreiben, insbesondere, da er auch nicht einheitlich verwendet wird. Es gibt keine einheitliche gesetzliche Definition des Begriffs und die einleitend genannte Beschreibung lässt viel Spielraum offen. So können NGOs durchaus vollständig aus staatlichen Mitteln finanziert sein, ihre Regierungsunabhängigkeit erreichen sie dann zum Beispiel dadurch, dass Regierungsvertreter als Mitglieder nicht zugelassen sind. Nichtregierungsorganisation befassen sich häufig mit sozialen Belangen und können durchaus auch politisch, beispielsweise umweltpolitisch orientiert sein. Rein politische Organisationen, wie zum Beispiel Parteien, zählen aber nicht zu den NGOs. Eine Vorschrift der UN ist, dass NGOs nicht gewinnorientiert sein dürfen. In der UN vertreten Nichtregierungsorganisation Interessengruppen unabhängig von den Regierungen der Länder. Um dort gehört zu werden müssen Sie einige Anforderungen erfüllen. Eine NGO, die einen konsultativen Status anstrebt, muss unter anderem mindestens zwei Jahre existieren, bei der zuständigen Regierung korrekt registriert sowie demokratisch organisiert und selbstverständlich unabhängig von staatlicher Kontrolle sein. Neben internationalen Nichtregierungsorganisationen, deren Zahl auf 40.000 geschätzt wird, gibt es auch nationale und lokale Organisationen. Hier ist erst recht keine einheitliche Definition des Begriffs zu finden. In Indien wurden beispielsweise 2009 über 3 Millionen NGOs gezählt, das ist eine Organisation auf weniger als 400 Einwohner.
Welche Aufgaben nehmen Nichtregierungsorganisationen wahr?
Die Aufgabengebiete, mit denen sich NGOs befassen, sind karitative, gemeinnützige Arbeiten, Dienstleistungen und Förderung der Teilhabe an der Beschaffung von Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen. Viele bekannte NGOs befassen sich mit Umweltfragen und fördern die Verringerung der Luftverschmutzung sowie die Verhinderung der Meeresverschmutzung. Die Erhaltung der Wälder und bedrohter Tierarten. Andere versuchen die Entwicklung in Drittweltstaaten voranzutreiben. Eine andere Unterscheidung ist die der Finanzierung. Es gibt NGOs, die selbst wirtschaften und solche die sich vollständig aus Spendengeldern finanzieren. Aber auch wenn sie selbst wirtschaften, zielen NGOs nicht auf wirtschaftlichen Gewinn. Die Aufgaben lassen sich auch nach der Art ihrer Arbeit einteilen. Operativ orientierte NGOs versuchen mit konkreten Projekten kleine Verbesserungen durchzusetzen. Sie sammeln Gelder und Material und mobilisieren Freiwillige um vor Ort lokale Programme umzusetzen. Kämpferisch orientierte NGOs versuchen dagegen Änderungen im großen Stil durchzusetzen indem sie das politische System zu beeinflussen versuchen. Sie arbeiten mit Demonstrationen und organisieren Ereignisse, die auf die von ihnen vertretenen Belange aufmerksam machen sollen. Häufig ist diese Unterscheidung aber nicht eindeutig zu treffen, da die Methoden der jeweils anderen Gruppe ebenfalls eingesetzt werden.
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