Nichtregierungsorganisationen – eine Definition
Sie regieren diese Welt nicht, sind jedoch nicht mehr wegzudenken. Die Rede ist von Nichtregierungsorganisationen, kurz: NGO. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich die Anzahl derer um das 700-fache vergrößert. Durch die Entwicklung der gesamten westlichen Welt hin zur Demokratie, beeinflussen sie die politische Struktur und wirtschaftliche Entscheidungen. Ob Umweltschutzorganisation oder gemeinnützige Zusammenschlüsse, NGOs prägen das Denken unserer Zeit.
Aktive Mitgestaltung
Viele NGOs geben der Bevölkerung eine Stimme, die oft mehr bewirkt, als das Kreuzchen bei wichtigen Wahlen. Der Begriff NGO (non governmental organisation) wurde von den vereinten Nationen eingeführt. Es werden die Gemeinschaften anerkannt, die demokratische Absichten verfolgen, eine Vorstandschaft wählen und nicht gewinnorientiert arbeiten. Ihre Gesinnung ist entweder Pro oder Contra, in seltenen Fällen neutral. Zudem haben sich viele Wissenschaftler dem Thema gewidmet. So erschienen Bücher wie “Nichtregierungsorganisationen in der Transformation des Staates” oder “NGOs im Prozess der Globalisierung”. Greenpeace hat sogar im Jahr 2007 eigens ein Handbuch über ihr Wirken und über Nichtregierungsorganisationen veröffentlicht. Auch Gewerkschaften gelten als NGOs und sind auf dem Vormarsch. Ohne die Unterstützung derer, wären Streiks und Forderungen nach mehr Lohn nicht möglich. Durch das Streiken wurden vor allem in den letzten Jahren die Wünsche vieler Berufsgruppen erfüllt. So konnten an einigen Tagen ganze Verkehrsnetze lahmgelegt werden, sowohl in der Luft als auch im Schienenverkehr.
Förderung durch Staat und Bürger
Einige Nichtregierungsorganisationen weisen mittlerweile ein Millionenbudget auf. Finanziert durch Spenden und staatlicher Zuwendungen sind sie teilweise auf Augenhöhe mit Großunternehmen. Vor allem NGOs mit menschenrechtlichem Hintergrund, Tier- und Naturschutzpropaganda oder der Thematik des Arbeitsrechts erfreuen sich immer mehr an Beitritten und sozialem Engagement.
Tradition und Moderne
Das Spektrum NGO erstreckt sich weit und ist fester Bestandteil unserer Gesellschaft. Angefangen vom kleinen Hundezüchterverein über Gründer von Demonstrationen findet man überall Zusammenschlüsse von gemeinsamen Zielen. Bündnisse wie “Greenpeace” haben schon des Öfteren “Meinung gemacht”, wie es sonst nur große Boulevardzeitungen können. In den letzten 20 Jahren dienen einige NGOs sogar als Arbeitgeber und beschäftigen nicht nur ehrenamtliche Mitarbeiter. Durch die neuen Medien wie Facebook, Twitter oder Google+ ist es nun möglich, sich kostenlose Nutzerkonten anzulegen und gratis für sich zu werben. Somit steht leider auch gefährlichen Gemeinschaften der Weg offen, ihr Gedankengut zu verbreiten. Viele traditionelle Vereine setzen aber nach wie vor auf Anzeigen in Zeitungen oder auf Plakate. Dem hingegen schalten nur die größten NGOs Fernsehwerbung.
Image: Forgiss – Fotolia.com
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