Die Beziehung der EU zur Türkei
Die Türkei verhandelt bereits seit einigen Jahren mit den Mitgliedsstaaten der EU über einen Beitritt. Hierbei treten jedoch immer gewisse Hinderungsgründe auf, die im Nachfolgenden behandelt werden. Während am Anfang der Verhandlungen noch die Menschenrechtsverletzungen innerhalb der Türkei im Vordergrund standen, sind nunmehr noch mehrere Gründe seitens der EU dazugekommen, dass die Türkei vorerst kein Mitglied der EU werden darf.
Verhandlungspunkte
Obwohl die EU der Türkei seit dem Jahr 2004 einen gewissen Demokratiestandard bescheinigt, bleibt doch die aktuelle Frage der aktiven Umsetzung dieser Einschätzung gegenüber der EU. Durch immer wiederkehrende Meldungen aus der Türkei, dass Menschenrechte im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen getreten werden, bleibt momentan ein Restzweifel. Besonders im Fokus steht zudem das Handelsrecht. Im Augenblick sind acht der fünfunddreißig bestehenden Verhandlungspunkte betroffen. Die Zypernfrage ist ein weiterer Streitpunkt. Während die EU von der Türkei fordert, dass diese den Schiffs- und Flugverkehr von Zypern aus öffnet, will dies die Türkei nicht zulassen. Da Nordzypern unter türkischer Besatzung steht, ist dies eine große Streitfrage unter beiden Ländern. Die Verhandlungen zu einem Beitritt sind also im Moment festgefahren.
Streitpunkte
Die üblichen Streitpunkte zwischen den Mitgliedsstaaten der EU und der Türkei sind zumeist die kulturellen Unterschiede. Die Türkei ist muslimisch geprägt und liegt geographisch gesehen auf zwei Kontinenten: Europa und Asien. Basierend auf diesen kulturellen Unterschieden gibt es natürlich Diskrepanzen in Glaubens- und Verhaltensfragen. Des Weiteren wird darüber spekuliert, ob die EU aktuell noch Kapazitäten zur Neuaufnahme eines weiteren Landes freihat. Denn obwohl die Türkei seit Überwindung der wirtschaftlichen Krise im Jahr 2001 einen stetigen Aufschwung erlebt und somit nicht als wirtschaftlich armes Land gilt, bleibt für die EU die Frage, ob die Türkei so wichtige Voraussetzungen wie die Einhaltung der Menschenrechte und andere Kriterien auch wirklich erfüllen kann. Denn eines ist klar: Die Türkei gilt innerhalb der gesamten EU als recht exotisches Land.
Stimmung der Bevölkerung
Studien zufolge ist eine Mehrheit der türkischen Bevölkerung für einen Beitritt zur EU. Nur einige wenige Kritiker, die meist sehr muslimisch geprägt sind, sind gegen die EU. Denn sie befürchten ein Verlorengehen der eigenen Identität und Souveränität des Landes. Diese Menschen sind Studien zufolge aber in der Minderheit. Besonders Deutschland und die Türkei pflegen ein recht freundschaftliches Verhältnis. Dies lässt erhoffen, dass die Türkei langfristig in die EU aufgenommen wird.
Zukunftsaussichten
Am Beispiel Griechenland erlebt die EU zurzeit, dass es innerhalb einer so großen Gemeinschaft wie der EU durchaus immer Probleme geben kann. Die Chancen für die Aufnahme der Türkei zur EU liegen sowohl im politischen als auch im wirtschaftlichen Sinne.










