Die Krise in der Eurozone hält die Welt in Atem. Für Politik und Wirtschaft ergeben sich aus den Unsicherheiten bei der Bewältigung immer neue Herausforderungen. Europa steckt in der schwersten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. Diese Aufgaben zu meistern kann nur im Zusammenwirken aller Eurostaaten mit Solidarität und Solidität gelingen.
Krisenwährung oder Erfolgsgeschichte
Mit der Einführung des Euro begann in der europäischen Gemeinschaft ein neues Kapitel. Dieser Schritt brachte viele Vorteile für die teilnehmenden Staaten mit sich. Der Wegfall von Wechselkursrisiken führte zum regen Ausbau von Produktion, Handel und Tourismus. Mit dem Beginn der Finanzkrise, die bereits Ende 2007 auch Deutschland erreichte, wurden einige Mängel bei der Konstruktion des Euro sichtbar. So waren die systemrelevanten Banken zum Teil nicht mit genügend Eigenkapital ausgestattet um Verwerfungen an den Finanzmärkten abzufangen. Daraufhin mussten diese Institute mit staatlichen Mitteln in erheblichem Umfang zu Lasten des Steuerzahlers gerettet werden. Zugleich tauchte jedoch noch ein weiteres Manko auf. Die Stabilitätskriterien der einzelnen Länder des Euroraumes sind schon bei Gründung unzureichend definiert und danach aufgeweicht worden. Das führte zu strukturellen Defiziten und zu Wettbewerbsverlust in den schwächeren Ländern. Erst ab dem Jahr 2009 mit dem Wahlsieg der schwarz-gelben Koalition wurden auf europäischer Ebene in harten Verhandlungen die Grundlagen geschaffen, um die Fehler bei der Konstruktion des Euro zu beseitigen. Damit wurde die gemeinsame Währung auf ein solides Fundament gestellt. Der Euro ist eine gesunde und stabile Währung. Wenn die gefassten Gipfelbeschlüsse zügig umgesetzt werden, wird der Euro ein Stabilitätsanker und Garant für eine erfolgreiche Wirtschaft, sowie eine stabile europäische Union sein.
Eurokrise – wie geht es weiter
Die strukturellen Defizite, sowie fehlende Wettbewerbsfähigkeit schwächerer EU Mitgliedsstaaten, allen voran Griechenland, haben die Krise im Euroraum bedeutend verschärft. Aber auch Irland, Portugal, Spanien und Italien haben mit diesen Problemen zu kämpfen. Das Kernproblem sind schwächelnde Banken und das mangelnde Vertrauen der internationalen Investoren. Dadurch steigen die Zinssätze für ausgegebene Staatsanleihen stark an. Dies wiederum bremst die Konjunktur und behindert notwendige Strukturreformen. Während sich Irland nach drastischen Maßnahmen bereits auf einem guten Weg befindet, zeichnet sich in Griechenland noch keine wirkliche Lösung ab. Nur durch die Verbindung von einschneidenden Reformen im Staatswesen, harten Einschnitten bei den öffentlichen Ausgaben und wirtschaftlichem Wachstum kann Griechenland aus der Krise geführt werden. Italien hat bereits den richtigen Weg der Drosselung von Staatsausgaben beschritten. Auch für Spanien zeichnet sich eine Lösung ab. Insgesamt sind also die meisten Mitgliedsstaaten der europäischen Gemeinschaft willens und fähig, die Probleme zu bekämpfen und zu gesunden. Darüber hinaus sendet die europäische Staatengemeinschaft ein starkes Signal an die Finanzmärkte. Dies wiederum wird über kurz oder lang dazu führen, dass das Vertrauen der Investoren in die europäische Währung gestärkt wird. Mit den damit einhergehenden niedrigeren Zinssätzen für Staatsanleihen wird die Konjunktur weiter Fahrt aufnehmen und die Stabilität der EU insgesamt weiter kräftigen. Der Euro als gemeinsame Währung der Mitgliedsstaaten der EU ist gesund und stark. Die Krise im Euroraum betrifft einige schwächere Mitgliedsländer, die strukturelle Schwächen und mangelnde Wettbewerbsfähigkeit aufweisen. Es kommt jetzt darauf an, diese Länder auf den Weg einer stabilen und gesunden Wirtschaft sowie einer angemessenen Haushaltsführung zurückzuführen.
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