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Die Aufgaben von Nichtregierungsorganisationen

Veröffentlicht am November 2nd, 2011 von H. Frieder

Der Begriff Nichtregierungsorganisation (englisch “Non-Governmental Organization”) und dessen Abkürzung NGO stammen aus dem Wortschatz der Vereinten Nationen. Als NGO werden dort Organisationen bezeichnet, die weder Teil der Regierung eines Landes sind, noch privatwirtschaftliche Unternehmen. Der Begriff wurde 1945 bei der Schaffung der Vereinten Nationen zum ersten Mal erwähnt und diente der Unterscheidung von privaten Organisationen und internationalen Regierungsorganisationen

Was ist eine Nichtregierungsorganisation?

Es ist schwer, den Begriff Nichtregierungsorganisation klar zu umschreiben, insbesondere, da er auch nicht einheitlich verwendet wird. Es gibt keine einheitliche gesetzliche Definition des Begriffs und die einleitend genannte Beschreibung lässt viel Spielraum offen. So können NGOs durchaus vollständig aus staatlichen Mitteln finanziert sein, ihre Regierungsunabhängigkeit erreichen sie dann zum Beispiel dadurch, dass Regierungsvertreter als Mitglieder nicht zugelassen sind. Nichtregierungsorganisation befassen sich häufig mit sozialen Belangen und können durchaus auch politisch, beispielsweise umweltpolitisch orientiert sein. Rein politische Organisationen, wie zum Beispiel Parteien, zählen aber nicht zu den NGOs. Eine Vorschrift der UN ist, dass NGOs nicht gewinnorientiert sein dürfen. In der UN vertreten Nichtregierungsorganisation Interessengruppen unabhängig von den Regierungen der Länder. Um dort gehört zu werden müssen Sie einige Anforderungen erfüllen. Eine NGO, die einen konsultativen Status anstrebt, muss unter anderem mindestens zwei Jahre existieren, bei der zuständigen Regierung korrekt registriert sowie demokratisch organisiert und selbstverständlich unabhängig von staatlicher Kontrolle sein. Neben internationalen Nichtregierungsorganisationen, deren Zahl auf 40.000 geschätzt wird, gibt es auch nationale und lokale Organisationen. Hier ist erst recht keine einheitliche Definition des Begriffs zu finden. In Indien wurden beispielsweise 2009 über 3 Millionen NGOs gezählt, das ist eine Organisation auf weniger als 400 Einwohner.

Welche Aufgaben nehmen Nichtregierungsorganisationen wahr?

Die Aufgabengebiete, mit denen sich NGOs befassen, sind karitative, gemeinnützige Arbeiten, Dienstleistungen und Förderung der Teilhabe an der Beschaffung von Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen. Viele bekannte NGOs befassen sich mit Umweltfragen und fördern die Verringerung der Luftverschmutzung sowie die Verhinderung der Meeresverschmutzung. Die Erhaltung der Wälder und bedrohter Tierarten. Andere versuchen die Entwicklung in Drittweltstaaten voranzutreiben. Eine andere Unterscheidung ist die der Finanzierung. Es gibt NGOs, die selbst wirtschaften und solche die sich vollständig aus Spendengeldern finanzieren. Aber auch wenn sie selbst wirtschaften, zielen NGOs nicht auf wirtschaftlichen Gewinn. Die Aufgaben lassen sich auch nach der Art ihrer Arbeit einteilen. Operativ orientierte NGOs versuchen mit konkreten Projekten kleine Verbesserungen durchzusetzen. Sie sammeln Gelder und Material und mobilisieren Freiwillige um vor Ort lokale Programme umzusetzen. Kämpferisch orientierte NGOs versuchen dagegen Änderungen im großen Stil durchzusetzen indem sie das politische System zu beeinflussen versuchen. Sie arbeiten mit Demonstrationen und organisieren Ereignisse, die auf die von ihnen vertretenen Belange aufmerksam machen sollen. Häufig ist diese Unterscheidung aber nicht eindeutig zu treffen, da die Methoden der jeweils anderen Gruppe ebenfalls eingesetzt werden.

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Nichtregierungsorganisationen – eine Definition

Veröffentlicht am Oktober 25th, 2011 von H. Frieder

Sie regieren diese Welt nicht, sind jedoch nicht mehr wegzudenken. Die Rede ist von Nichtregierungsorganisationen, kurz: NGO. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich die Anzahl derer um das 700-fache vergrößert. Durch die Entwicklung der gesamten westlichen Welt hin zur Demokratie, beeinflussen sie die politische Struktur und wirtschaftliche Entscheidungen. Ob Umweltschutzorganisation oder gemeinnützige Zusammenschlüsse, NGOs prägen das Denken unserer Zeit.

Aktive Mitgestaltung

Viele NGOs geben der Bevölkerung eine Stimme, die oft mehr bewirkt, als das Kreuzchen bei wichtigen Wahlen. Der Begriff NGO (non governmental organisation) wurde von den vereinten Nationen eingeführt. Es werden die Gemeinschaften anerkannt, die demokratische Absichten verfolgen, eine Vorstandschaft wählen und nicht gewinnorientiert arbeiten. Ihre Gesinnung ist entweder Pro oder Contra, in seltenen Fällen neutral. Zudem haben sich viele Wissenschaftler dem Thema gewidmet. So erschienen Bücher wie “Nichtregierungsorganisationen in der Transformation des Staates” oder “NGOs im Prozess der Globalisierung”. Greenpeace hat sogar im Jahr 2007 eigens ein Handbuch über ihr Wirken und über Nichtregierungsorganisationen veröffentlicht. Auch Gewerkschaften gelten als NGOs und sind auf dem Vormarsch. Ohne die Unterstützung derer, wären Streiks und Forderungen nach mehr Lohn nicht möglich. Durch das Streiken wurden vor allem in den letzten Jahren die Wünsche vieler Berufsgruppen erfüllt. So konnten an einigen Tagen ganze Verkehrsnetze lahmgelegt werden, sowohl in der Luft als auch im Schienenverkehr.

Förderung durch Staat und Bürger

Einige Nichtregierungsorganisationen weisen mittlerweile ein Millionenbudget auf. Finanziert durch Spenden und staatlicher Zuwendungen sind sie teilweise auf Augenhöhe mit Großunternehmen. Vor allem NGOs mit menschenrechtlichem Hintergrund, Tier- und Naturschutzpropaganda oder der Thematik des Arbeitsrechts erfreuen sich immer mehr an Beitritten und sozialem Engagement.

Tradition und Moderne

Das Spektrum NGO erstreckt sich weit und ist fester Bestandteil unserer Gesellschaft. Angefangen vom kleinen Hundezüchterverein über Gründer von Demonstrationen findet man überall Zusammenschlüsse von gemeinsamen Zielen. Bündnisse wie “Greenpeace” haben schon des Öfteren “Meinung gemacht”, wie es sonst nur große Boulevardzeitungen können. In den letzten 20 Jahren dienen einige NGOs sogar als Arbeitgeber und beschäftigen nicht nur ehrenamtliche Mitarbeiter. Durch die neuen Medien wie Facebook, Twitter oder Google+ ist es nun möglich, sich kostenlose Nutzerkonten anzulegen und gratis für sich zu werben. Somit steht leider auch gefährlichen Gemeinschaften der Weg offen, ihr Gedankengut zu verbreiten. Viele traditionelle Vereine setzen aber nach wie vor auf Anzeigen in Zeitungen oder auf Plakate. Dem hingegen schalten nur die größten NGOs Fernsehwerbung.

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